Schadensgutachten

Haftpflicht oder Kaskoschaden?

Vor der Erstellung eines Gutachtens gilt es zunächst festzustellen,

um welche Art von Schadensfall es sich handelt. Bei nicht 

selbst verschuldeten Schäden greift die Haftpflichtversicherung

des Schädigers. Sind Sie allerdings teilweise oder gänzlich

der Verursacher eines Schadens betrifft dies teilweise oder ganz

Ihre Vollkasko-versicherung. Bei Elementar oder Wildschäden 

beispielsweise springt Ihre Teilkasko ein. 


Ihre Vorteile:


  • Umfassende Beratung zur Abwicklung Ihres Schadens
  • Vollständige schriftliche Dokumentation incl. Kalkulation
  • Kontaktaufnahme mit dem Erstattungspflichtigen Dritten
  • Direkte Zusammenarbeit mit der Reparaturwerkstatt Ihrer Wahl
  • Klärung aller rechtlichen Details mit der Rechtsanwaltskanzlei
  • Bestand bei gerichtlichen Auseinandersetzungen
  • Schnelle Reparaturfreigabe
  • Kurzfristige Gutachtenerstellung


Haftpflicht - Grundsätzlich gilt, dass Sie als geschädigte Person im Haftpflichtschadensfall, nach §249 BGB das Recht der freien Wahl des Sachverständigen, wie auch Ihres Reparaturbetriebes haben. Dies gilt auch für den Fall, dass der Unfallgegner (Schädiger) oder dessen Versicherung bereits einen Kfz-Sachverständigen beauftragt hat. Die Kosten für das Kfz-Gutachten, sowie die Kosten für einen Rechtsbeistand sind durch den Schädiger oder dessen Versicherungsgesellschaft zu tragen.


Ein Haftpflichtschadensgutachten umfasst somit alle Schäden die nicht selbst herbeigeführt worden sind, so wie alle anderen für die technische Schadensabwicklung erheblichen Gesichtspunkte, welche für die Schadensregulierung relevant sind. Unter anderem:


  • Schadensumfang
  • Höhe der Reparaturkosten
  • voraussichtliche Reparaturdauer
  • eventuelle Wertminderung/-verbesserung
  • Nutzungsausfallpauschale
  • Vorhaltekosten
  • Entsorgungskosten im Totalschadenfall


Der Geschädigte allein bestimmt über die Abwicklung des ihm zugefügten Schadens an der beschädigten Sache!


Es gibt keine Reparaturpflicht. Wird laut Gutachten (fiktiv) abgerechnet und der Schaden somit nicht repariert wird, so bekommen Sie die Schadenshöhe aus dem Gutachten netto, d.h. ohne Mehrwertsteuer ersetzt. Hierbei ist

jedoch zu beachten, dass die Versicherung Positionen wie UPE-Aufschläge, Lackmaterial, Verbringungskosten und Std.- Verrechnungssätze von Vertragswerkstätten ohne einen lückenlosen Nachweis der Wartung bei

dieser nicht erstattet.


Im Totalschadensfall kann bis zu der sogenannten „Opfergrenze“

(130% Regelung) repariert werden. Eine Haltefrist von 6 Monaten ist

hierbei zu berücksichtigen.


Teil-/Vollkasko - Zunächst ist mit Ihrer Versicherung zu klären ob Sie die freie Wahl Ihrer Werkstatt, sowie Ihres Sachverständigen haben und ob diese die Kosten übernimmt. In folgenden Fällen kann dann ein freier Sachverständiger beauftragt werden:


  • Eigenverschuldeter Unfall
  • Diebstahl
  • Wildschaden
  • Brand-, Kurzschlussschäden
  • Vandalismus
  • Sturm, Hagel, Blitzschlag
  • Glasbruch
  • Marderbissschäden


Beide Versicherungen ersetzen Schäden an Ihrem Fahrzeug. Allerdings sichert die Teilkasko nur gegen Glasbruch, Wildunfälle, Marderbissschäden und Elementarschäden ab. Zudem gegen Diebstahl des Autos oder seiner Teile (nur mit Zuschlag).


Die Vollkaskoversicherung ersetzt darüber hinaus Schäden, die durch Kollision (mit Fahrerflucht), Eigenverschulden oder Vandalismus entstanden sind. Auch schließt diese Schäden durch Dritte, die diesen nicht selbst bezahlen können oder nicht versichert sind mit ein.

Technische Beweissicherung

Besser abgesichert und Ärger erspart!

Ziel ist es bei einer späteren Auseinandersetzung ein verbindliches Dokument zu besitzen oder einen Sachverständigen Zeugen benennen zu können.


Nur so können Sie vermeiden, dass Sie nicht selbst von der Gegenseite für diesen Mangel verantwortlich gemacht werden, weil Sie nicht in der Lage sind Ihre Behauptungen zu beweisen.


Durch ein sogenanntes Beweissicherungsgutachten, z.B. bei Kfz. Haftpflicht- und Kaskoschäden wird der genaue Schadensumfang durch einen qualifizierten Kfz.-Sachverständigen dokumentiert.


Ein qualifiziertes und neutral erstelltes Kfz.-Schadensgutachten

über sämtliche Fahrzeugschäden nach einem Verkehrsunfall dient

der Beweissicherung.


  • Es klärt weitestgehend die Sachverhalte
  • Es ist Grundlage der Schadensregulierung
  • Es dient der Entscheidungsfindung ob und wie repariert wird
  • Es klärt, ob ein Ersatzfahrzeug angeschafft werden muss


Die Kosten für ein, von Ihnen in Auftrag gegebenes, Beweissicherungsgutachten sind erstattungspflichtig. 

Bei eindeutigem Sachverhalt werden diese von der Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers (Schädigers) übernommen.


Eine komplette Beweissicherung, die eine verbindliche Aussage über den Schadensumfang und die Schadenshöhe gibt, gewährleistet:


  • Die Sicherung Ihrer Ansprüche gegenüber dem Schädiger
  • Durch den Unfall bedingte Schäden werden in vollem Rahmen erkannt und können auf Ihren Wunsch hin beseitigt werden
  • Streitigkeiten über den Reparaturumfang werden ausgeschlossen


Die Höhe eines evtl. entstandenen Wertminderungsanspruches kann nur durch ein Kfz.- Schadensgutachten festgestellt werden.


Ohne die Beauftragung von freien und unabhängigen Kfz.-Sachverständigen verzichten Fahrzeughalter oftmals unbewusst auf die Inanspruchnahme von Wertminderungsansprüchen bis hin zu mehreren Tausend Euro!


Merkmale des Beweissicherungsgutachtens sind:


  • Ermittlung der Schadensursache
  • Ermittlung des Schadenumfangs
  • Ermittelt der Reparaturkosten und Reparaturdauer
  • Festlegung des optimalen Reparaturweges
  • Festlegung des Wiederbeschaffungswertes
  • Berechnung der Nutzungsausfallentschädigung
  • Ermittlung der merkantilen Wertminderung
  • Ermittlung des Restwertes
  • Festlegung der Wiederbeschaffungsdauer


Wenn ein Fahrzeug mit Vorschaden verkauft werden soll, besteht für die Tatsache des Unfallschadens unbedingt eine Offenlegungspflicht.


Durch ein Beweissicherungsgutachten mit fotografischer Dokumentation, wird einem Kaufinteressenten der genauen Schadensumfang dokumentiert.

Wertgutachten

Was ist wie viel wert?

Wir bieten zwei Arten von Wertgutachten:


  • Professional Check – Kurzbewertung zur Versicherungseinstufung
  • Expert Check – Ausführliches Gutachten mit detaillierter Oldtimerbewertung mit umfangreichen Prüfungsumfang


Für die Erstellung von Wertgutachten steht Ihnen unserer Profipartner Classic-analytics zur Seite.


Unser Bewertungsspektrum: 


  • Oldtimer
  • Youngtimer
  • Sammlerfahrzeuge / Exoten
  • Gebrauchtwagen ab 12 Jahre
  • LKW / Busse
  • Traktoren
  • Zweiräder
  • Rennsport


Es gibt gemeinhin 6 Gründe für ein Wertgutachten:


  • Allgemeine Wertermittlung, bzw. Wertschätzung
  • Zur Versicherung von Oldtimern (älter als 30 Jahre)
  • Zur Versicherung von Youngtimern( 20-30 Jahre)
  • Zur Versicherung von optisch und/ oder technisch veredelten Fahrzeugen aller Art
  • An- oder Verkaufsargument bei Gebrauchtfahrzeugen
  • Wertgutachten nach einem entstandenen Schaden

Beim Kauf oder Verkauf eines Kraftfahrzeuges, vor allem bei gebrauchten Kraftfahrzeugen, ist die Ermittlung eines aktuellen Marktwertes hilfreich um einen realistischen Kauf- oder Verkaufspreis anzusetzen. Dieser stimmt zugleich mit dem tatsächlichen Wert des

Fahrzeuges überein.


Im Gutachten werden, je nach Auftragsvolumen, verbindliche Aussagen zum Beispiel zu dem aktuellen Wiederbeschaffungswert, den Händlereinkaufswert oder dem Marktwert getroffen. Es legt des Weiteren dar, ob eventuelle Vorschäden sach.- und fachgerecht beseitigt wurden und Altschäden vorhanden sind.

Old- und Youngtimer

Geschichte (er)leben.

Sollen Kraftfahrzeuge als Oldtimer eingestuft werden, verlangt § 23 StVZO seit März 2007 ein Gutachten. Genau hier kommen wir ins Spiel.


Wir bieten Ihnen Wert- und Restaurations- begleitende Gutachten.

Diese werden genauestens und unter Berücksichtigung aller entscheidenden Kriterien, wie auch Richtlinien von uns dokumentiert.


Nach der Definition des § 2 Nr. 22 Fahrzeug-Zulassungsverordnung sind Oldtimer "Fahrzeuge, die vor mindestens 30 Jahren erstmals in den Verkehr gekommen sind, weitestgehend dem Originalzustand entsprechen, in einem guten Erhaltungszustand sind und zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dienen."


Maßgeblich ist dabei der Tag der Erstzulassung, nicht das Baujahr. Sowohl für das "H-Kennzeichen" als auch das rote "07-Oldtimer-Kennzeichen" ist ein Mindestalter der Oldtimer von 30 Jahren vorgeschrieben.


Fahrzeuge, die bereits nach altem Recht mit "07-Kennzeichen" zugelassen waren, genießen umfassenden Bestandsschutz. Dies gilt unabhängig davon, ob dieses Kennzeichen befristet oder unbefristet erteilt wurde. Mit der neuen Regelung lief auch die bis dahin gültige rechtliche Anerkennung der Youngtimer aus.


Folgende Dokumente sind erforderlich:



  • Schriftlicher Antrag mit Angaben zu Kraftfahrzeug und Halter
  • Führungszeugnis nach der Beleg Art Null (das Führungszeugnis erhalten Sie bei Ihrer zuständigen Einwohnermeldebehörde)
  • Auszug aus dem Verkehrszentralregister des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA)
  • Nachweis, bzw. Gutachten eines Sachverständigen, zur historischen Anerkennung Ihres Fahrzeugs (§ 21 c StVZO)
  • Versicherungsbestätigung
  • Nachweis der Teilnahme Ihres Fahrzeuges an Veranstaltungen zur Förderung des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes


Daten wie Fahrzeugbrief, Herstellerbescheinigung oder ggf. Bestätigung eines autorisierten Markenclubs, sind zur Erstellung des Fahrzeugscheines notwendig.



Klassifizierung nach Zustand


Zur Klassifizierung des optischen und technischen Zustandes von Oldtimern hat sich das nachfolgende Notensystem etabliert. Es dient hauptsächlich zur finanziellen Werteinschätzung des Fahrzeugs beim Kauf/Verkauf, sowie als Kriterium bei Oldtimer-Versicherungen.


  • Note 1 (sehr guter Zustand) – Makellos nach gerade vollendeter, fotografisch dokumentierter, kompletter Automobilrestaurierung.


  • Note 2 (guter Zustand) – Komplett restaurierter Wagen nach ca. drei Jahren pfleglichem Gebrauch. Zulässig sind Gebrauchsspuren in Form von Ausbesserungsarbeiten.


  • Note 3 (gebrauchter Zustand) – Komplett restaurierter Wagen nach ca. zehn Jahren pfleglichem Gebrauch. Die meisten Oldtimer entsprechen dieser Zustandsnote. Der Unterschied zur Note 2 besteht darin, dass Fahrzeuge im Zustand 3 Rost aufweisen dürfen.


  • Note 4 (verbrauchter Zustand) – Ein "Zustand 4"-Wagen ist fahrbereit, weist aber erhebliche Mängel und deutlichen Verschleiß auf. Wie etwa strukturelle Rostschäden, eine verschlissene Innenausstattung oder einen überholungsbedürftigen Motor.


  • Note 5 (restaurierungsbedürftiger Zustand) Nicht verkehrssicher, nicht fahrbereit und nur mit sehr hohem Aufwand restaurierbar. Häufig seit mehreren Jahren stillgelegt und nicht vollständig.


  • Sondernote ( "nicht restauriertes Original" ) – Verfügt über eine "Patina" und ist Zeitzeuge mit Geschichte. Obwohl der Abnutzung wegen, allenfalls eine Note von 3 oder 4 in Betracht kommt, erreichen solche Fahrzeuge oft den Wert eines Wagens mit Zustand 2. Dies sind zum Beispiel Fahrzeuge mit einer gewissen Berühmtheit (z.B. durch Fernsehauftritte, Rennsiege oder Rekordfahrten).

Wissenswertes

Das kleine 1x1 im Straßenverkehr

10 wichtige Punkte zur Unfallregulierung


1. Keine Ansprüche leichtfertig verschenken!


Der Schädiger kümmert sich um nichts und Sie springen Ihrem Geld hinterher? Warum dann noch zusätzliche Ansprüche verschenken die Ihnen per Gesetz und aktueller Rechtsprechung zustehen?

Es gibt eine sogenannte Unkostenpauschale von 25,00€. Diese muss jedoch ausdrücklich bei der gegnerischen Versicherung verlangt werden. Beispielsweise für den Weg zur Werkstatt oder Ihren Schriftverkehr.


2. Die Versicherung ist niemals Ihr Ratgeber!


Wenn gegnerische Versicherungen Ihnen Ratschläge zur Unfallregulierung geben sollten Sie diese niemals befolgen! Versicherungen sind nach

wie vor Wirtschaftsunternehmen, d.h. das diese gegenüber Ihren Aktionären verantwortlich sind und nicht Ihnen. Je weniger die Versicherung bezahlen muss, umso zufriedener wird diese und deren Aktionäre. Umso ärgerlicher

ist das am Ende für Sie. Versicherungen sind zwangsläufig Gegner

und nie "faire Partner".


3. Vorsicht beim Zentralruf für Autoversicherer!


In der Theorie ist der Zentralruf der Autoversicherer (Tel.-Nr. 0180-25026) durchaus sinnvoll. Allerdings sieht die Praxis anders aus und bringt viele Nachteile mit sich. Der Zentralruf ist teuer und die Sachbearbeiter der gegnerischen Versicherung sind geschult. Diese überfordern Sie am Telefon mit ihrer Sachkenntnis, bevor Sie selbst überhaupt die Möglichkeit haben sich über Ihre Rechte zu informieren. Geschädigte werden oftmals sogar

unter Druck gesetzt, wenn Sie einen freien Sachverständigen ohne deren Zustimmung beauftragen. Die Versicherung und deren Mitarbeiter sind stets darauf aus, die Beauftragung eines freien SV zu verhindern.


4. Finger weg von Selbstregulierung mit der Versicherung!


Ihnen wird nichts ersetzt was Sie nicht eindeutig nachweisen können! Weder Ihr Zeitaufwand noch Ihre Ausgaben werden ersetzt. Damit dieser Fall eintritt müssen Sie detailliert jede Briefmarke und jedes Telefongespräch schriftlich begründen.

Des weiteren ist Ihnen ein Sachbearbeiter der Versicherung auf seinem Fachgebiet immer überlegen. Seine primäre Aufgabe ist es Ihre Ansprüche aus dem Unfall so gering wie möglich zu halten.


5. Keine Regulierung durch Werkstätten oder Dienstleister!


Da Ihre Werkstatt kein Sachverständiger oder Anwalt ist wäre es ein schlechter Rat wenn Sie Ihr die Regelung Ihres Unfalls mit der Versicherung überlassen. Hauptinteresse liegt hier beim Reparaturauftrag, da eine Werkstatt in erster Linie ein Wirtschaftsbetrieb ist. Der Reparaturauftrag ist aber nur ein Teil Ihres Schadens. Es sind Ihnen hier zusätzliche Kosten entstanden wie ein Minderwert oder Nutzungsausfall Ihres Fahrzeuges. Neben den Reparaturkosten kann dies mehrere hundert Euro ausmachen auf die sich so gänzlich verzichten. 


Die einzige Ausnahme bildet hier eine Werkstätte die ein perfektes Unfall- Berechnungsprogramm einsetzt und Ihnen die schriftliche Auswertung eines solchen Programms zur Verfügung stellt. In diesem Fall ist es oft besser als mancher Anwalt bei geringen Streitwerten.


6. Unterschrift erst nach lesen des klein gedruckten!


Unterschreiben Sie nichts sofort und schon gar nicht ungelesen!

Diese ist mit die wichtigste Regel und gemeinhin gültig.

Sie müssen und Sie sollten nicht alles unterschreiben was Ihnen vorgelegt wird! Das kann zwar gutgehen, muss es aber nicht.


7. Ich bleibe trotz Abtretungserklärung der Auftraggeber!


Bei Werkstätten, sowie auch bei Sachverständigen sind Abtrettungs-erklärungen die Regel. Reparaturen müssen erst in Auftrag geben

werden, auch wenn ein dritter, für die Kosten aufkommen muss. Ansonsten warten Sie bis der Schaden durch die Versicherung des Unfallgegners

reguliert ist, was in den meisten Fällen sehr lange dauern kann. Das geht

wenn das Fahrzeug noch Betriebs- und Verkehrssicher ist, aber nicht

bei größeren Schäden. Da Sie im Reparaturfall in Vorleistung treten müssten.


Durch eine Abtrettungserklärung bzw. Reparaturkostenübernahme wird mit der gegnerischen Versicherung direkt abgerechnet. Falls die Schuldfrage eindeutig ist und die gegnerische Versicherung die Reparaturkosten uneingeschränkt übernimmt. Diese Reparaturkostenübernahme sollte jedoch nur mit einem aussagefähigen Gutachten unterschrieben werden. Ist dies nicht der Fall, wird die Versicherung eine Rechnungsprüfung durchführen und alle für sie nicht plausiblen Positionen streichen.


Da die Beweislast beim geschädigten selbst liegt, können Sie Ihre Schadenansprüche, notfalls vor Gericht, in vollem Umfang nur mit einem Gutachten durchsetzen. Sie müssen nachweisen können, wie umfangreich Ihr Schaden bzw. Ihre Schadensansprüche sind. Jedoch muss die gegnerische Versicherung die Kosten dafür übernehmen.


8. Ich beauftrage immer einen eigenen Sachverständigen!


Sie haben stets das Recht im Haftpflichtschadensfall einen Sachverständigen Ihrer Wahl zu beauftragen (Beweislast), außer es handelt sich um einen Bagatellschaden. Im Kasko Schadensfall ist Ihre Versicherung weisungs-berechtigt. Dann wird diese Ihren eigenen Sachverständigen beauftragen 

oder darauf verzichten. Sie haben jedoch auch hier das Recht das Gutachten anzuzweifeln. Allerdings ist hierzu ein begründeter Verdacht erforderlich. Wenn etwa der Schaden nicht korrekt abgerechnet wurde (z.B. zu geringe Reparaturkosten bei fiktiver Abrechnung, zu geringer Wiederbeschaffungswert bei Totalschäden), dann besteht die Möglichkeit eines Gegengutachtens.


Der Geschädigte muss sich nicht auf die Schadensschätzung durch

die Versicherung einlassen. Er hat das Recht auf eine neutrale Schadens-feststellung, welche ausschließlich durch Sachverständige erfolgt die

nicht für die Versicherung arbeiten. Folgende Organisationen, wie etwa 

Dekra, TÜV, SSH oder Car Expert, arbeiten eng mit Versicherungen 

zusammen und werden von diesen beauftragt.


9. Was kostet mich mein Rechtsbeistand?


In der Regel kostet Sie ein Rechtsbeistand nichts, wenn Sie rechtsschutzversichert sind oder Sie der Geschädigte sind. 

Sind Sie nicht rechtsschutzversichert und nicht der Unfallverursacher,

dann trägt die gegnerische Versicherung die Anwaltskosten in der berechtigten Höhe Ihrer Ansprüche.


10. Wo gibt's denn eigentlich gute Anwälte?


Einen für Sie guten Rechtsbeistand finden Sie nicht bei Ihrer Versicherung! Diese vertreten allein die Interessen der Versicherungsgesellschaft. Wichtig ist das Sie persönlich einen Anwalt speziell für Verkehrsrecht beauftragen. Folgende Fragestellungen bei dem Erstkontakt mit dem Anwalt des Vertrauens sind hilfreich um einen Profi zu erkennen:


  • Frage 1 – Ich hatte einen Verkehrsunfall. Sind Sie oder ein Kollege in Ihrem Büro spezialisiert in Sachen Unfall.- und Schadenregulierung?


  • Frage 2 – Ich bin nicht Rechtsschutzversichert. Nach welchem Betrag berechnen Sie mir Ihr Außergerichtliches Honorar? Nach dem Betrag, den die Versicherung zahlt oder nach dem Betrag, den Sie von der Versicherung verlangen?


  • Frage 3 – Setzen Sie der Versicherung zur Vermeidung einer Klage Zahlungsfristen von nicht mehr als 2-3 Wochen?


  • Frage 4 – Angenommen die Versicherung zahlt meine Forderung nicht in voller Höhe und ein Restbetrag ist offen. Klagen Sie diesen Restbetrag auf meinen Wunsch hin auch dann ein, wenn mit dieser Versicherung eine 15/10 Regelung besteht?


  • Frage 5 – Wenn Sie von der Versicherung Gelder für mich erhalten, leiten Sie diese Gelder innerhalb von 2 Werktagen an mein Konto weiter?

Unfall: Was tun? – Eine Checkliste


Sicherung des Unfallortes:


  • Warnblinkanlage einschalten
  • Warnweste anlegen
  • Warndreieck aufstellen
  • bei leichten Schäden: Fahrzeug aus dem Gefahrenbereich entfernen
  • bei schweren Schäden: Fahrzeug nicht bewegen und Spuren erhalten
  • vor Ort auf die Polizei warten


Versorgung von Verletzten:


  • Erste Hilfe leisten
  • Notruf absetzten (112)
  • Dokumentation des Unfalls
  • Daten austauschen und durch den Ausweis des Unfallgegners prüfen
  • Unfallbericht ausfüllen
  • Fotos von Schäden und Spuren machen
  • Unfallskizze anfertigen


Setzen Sie sich mit dem Gutachter Ihres Vertrauens in Verbindung!


Schaden beim Versicherer melden:


  • Versicherung innerhalb einer Woche informieren

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